windkraft

Foto: CarstenE (Wikimedia Commons)

Wind bringt die Menschen seit Jahrhunderten voran. Verhalf er früher, Ozeane zu überqueren, Korn zu mahlen und Flächen zu entwässern, so ist er heute eine tragende Säule der Energiewende zu einem Umstieg auf eine umwelt- und klimaschonende Stromversorgung. Die Windenergie hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Heute leistet sie einen bedeutenden Beitrag zu einer nachhaltigen Wertschöpfung und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland.

Wind ist als Energieträger kostenlos und unbegrenzt verfügbar. Durch unterschiedliche Luftdruckverhältnisse in der Nähe der Erdoberfläche entsteht Bewegungsenergie, die von einer Windenergieanlage (WEA) genutzt wird. Hierbei wandelt der Rotor der Anlage die Bewegungsenergie des Windes zunächst in mechanische Rotationsenergie um. Ein Generator formt diese anschließend in elektrische Energie um.

Moderne WEAs setzen dem Wind keinen Widerstand entgegen, sondern der Wind erzeugt beim Vorbeiströmen an den Flügeln der Anlage einen Auftrieb, der die Flügel in Rotation versetzt (Auftriebsprinzip). Wird im Ausland die Windenergie auch zum Antrieb von Pumpen eingesetzt, so dienen WEAs in Deutschland heute ausschließlich der netzgekoppelten Erzeugung von Elektrizität.

Insbesondere hohe mittlere Windgeschwindigkeiten und die Größe der Rotorfläche sind maßgeblich für einen hohen Stromertrag. Da mit zunehmender Höhe über dem Erdboden der Wind stärker und gleichmäßiger weht, kann die WEA das Windenergieangebot besser ausnutzen je höher die Anlage ist und je länger die Rotorblätter sind.

Windenergieanlagen in Deutschland haben in 2014 rund 56 Mrd. kWh Strom produziert, der rein rechnerisch ca. 16 Mio. Drei-Personen-Haushalte versorgen kann. Die Branche bietet zudem 138.000 Menschen einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz. Sie sorgt für einen jährlichen Bruttowertschöpfungseffekt von 14,5 Milliarden Euro und liefert zehn Prozent des insgesamt benötigten Stroms in Deutschland. Die durchschnittliche Leistungsfähigkeit einer WEA hat sich in 20 Jahren etwa verzehnfacht.

Neben dem weiteren Ausbau an geeigneten Landstandorten und dem Ersatz alter, kleinerer Anlagen durch moderne und leistungsstärkere Anlagen („Repowering“), wird auch der schrittweise Ausbau der Windenergie auf See („Offshore-Windenergie“) weiterentwickelt.

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